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ka booom

Es war vor 20 Jahren in Los Angeles als zwei sehr unterschiedliche Filme ins Kino kamen. Der eine Film hieß Paris is burning und zeigt wie schwarze Crossdresser und Transsexuelle in Wettbewerben fantasievolle Frauengestalten imitieren.
Der zweite Film, von einem mir unbekannten Regisseur,  war schwer zu sehen zu bekommen. Natürlich scheute ich keine Mühen, selbst wenn dies bedeutete in ein Viertel mit schlechtem Ruf in einer schlecht beleuchteten Straße nach einem Kino zu suchen, das schon bessere Tage gesehen hatte.
Der Ticketverkäufer verlangte kein Altersnachweis obwohl er gesetzlich dazu verpflichtet gewesen wäre, und so kam es, dass ich jung an Jahren in Los Angeles Gregg Arakis Film Three bewildered people in the night sah - ein Film über junge Menschen in Los Angeles, die ein unheimlich queeres und sehr oft verzweifeltes Leben führten.
Während Paris is burning von meinem Literatur Professor an der UCLA empfohlen wurde, sprach über Gregg Arakis Three bewildered people in the night niemand auch nur ein Wort, von einigen Rezensenten in Indie Film Magazinen einmal abgesehen.
Heute genau 20 Jahre später hat Gregg Araki für seinen neuesten Film Kaboom den Filmpreis von Cannes bekommen und als Krönung intellektueller Lobpreisung einen großen Artikel in der FAZ vom nimmermüden Dietmar Dath.
Zitat: ”Liebe ist alles was zwischen erhaben Übernatürlichem und fiesem Klatsch stattfindet.”

“What a difference a day makes”, sagen Amerikaner gerne.
20 Jahre sind anscheinend genug Zeit damit ein schwuler Untergrundfilmer heute mehr wertgeschätzt wird als damals 1991 in einem reichlich verloren wirkenden Los Angeles.

Kommentare

  1. This is a very beautiful and interesting article
    The most glamorous one i have read today!




    High School Diploma

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