Donnerstag, 26. April 2012

“No Problem, John” sagt David Beckham

Nachdem David Beckham sich in der Modebranche versucht hat, wir erinnern uns an die Unterwäsche Kampagne von H&M, arbeitet David seit neustem in der Zuckerwasser Branche. Genauer gesagt in der rosa Zuckerwasser Branche.

Aber süß isser halt schon, des David’le.


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Dienstag, 24. April 2012

Schwabenstreich, nicht lustig

Die deutsche 4% Partei, früher einmal unter dem Namen FDP bekannt, hat ein neues Problem:  diesmal im Schwabenland, wo sie bisher stets respektable Wahlergebnisse erzielen konnte.

Und den Stein ins rollen gebracht hat sogar ein eigenes Parteimitglied. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, trat Georg Gallus gestern aus der FDP mit der Begründung aus: “Dass die FDP das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare generell gewährleisten wolle … , sei der Tropfen gewesen, der das Fass zum überlaufen gebracht habe”. 

Georg Gallus war von 1974-1990 FDP Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium und stammt aus Hattenhofen (Kreis Göppingen).

Bundesarchiv_B_145_Bild-F076926-0025,_München,_CSU-Parteitag,_Gallus GeorgIn einem offenen Brief an Phillip Rösler, Parteivorsitzender der FDP, teilte Georg Gallus mit: “Die Bibel sagt uns, dass Homosexualität Sünde ist. Mir bleibt als überzeugter Christ somit nur noch der Austritt”.

Interessant ist die Reaktion der Verantwortlichen in der FDP:  Allgemeines Bedauern und keine Kritik. Vom zuständigen FDP Kreischef und Bundestagsabgeordneten Werner Simmling nur soviel, er finde den Austritt sehr sehr schade.

Und ich finde es sehr sehr schade, dass eine Partei wie die FDP sich gegen homophobe Scharfmacher nicht deutlicher abgrenzen kann.


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Sonntag, 22. April 2012

Ein Jahr danach – der Winterbacher Brandanschlag und die Folgen

Wie in diesem Blog berichtet, hatten vor einem Jahr Rechtsradikale in Winterbach (2 km von Weiler Rems entfernt) einen Brandanschlag auf ausländische Mitbürger verübt. Hier nun ein kurzer TV Beitrag, der zusammenfasst was seitdem passiert ist.


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Samstag, 14. April 2012

ka booom

Es war vor 20 Jahren in Los Angeles als zwei sehr unterschiedliche Filme ins Kino kamen. Der eine Film hieß Paris is burning und zeigt wie schwarze Crossdresser und Transsexuelle in Wettbewerben fantasievolle Frauengestalten imitieren.
Der zweite Film, von einem mir unbekannten Regisseur,  war schwer zu sehen zu bekommen. Natürlich scheute ich keine Mühen, selbst wenn dies bedeutete in ein Viertel mit schlechtem Ruf in einer schlecht beleuchteten Straße nach einem Kino zu suchen, das schon bessere Tage gesehen hatte.
Der Ticketverkäufer verlangte kein Altersnachweis obwohl er gesetzlich dazu verpflichtet gewesen wäre, und so kam es, dass ich jung an Jahren in Los Angeles Gregg Arakis Film Three bewildered people in the night sah - ein Film über junge Menschen in Los Angeles, die ein unheimlich queeres und sehr oft verzweifeltes Leben führten.
Während Paris is burning von meinem Literatur Professor an der UCLA empfohlen wurde, sprach über Gregg Arakis Three bewildered people in the night niemand auch nur ein Wort, von einigen Rezensenten in Indie Film Magazinen einmal abgesehen.
Heute genau 20 Jahre später hat Gregg Araki für seinen neuesten Film Kaboom den Filmpreis von Cannes bekommen und als Krönung intellektueller Lobpreisung einen großen Artikel in der FAZ vom nimmermüden Dietmar Dath.
Zitat: ”Liebe ist alles was zwischen erhaben Übernatürlichem und fiesem Klatsch stattfindet.”

“What a difference a day makes”, sagen Amerikaner gerne.
20 Jahre sind anscheinend genug Zeit damit ein schwuler Untergrundfilmer heute mehr wertgeschätzt wird als damals 1991 in einem reichlich verloren wirkenden Los Angeles.


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Samstag, 7. April 2012

boy loves boy, girl loves girl. Die 3. Staffel GLEE kommt.

Kurt and Blaine glee TV couples

Nachdem sich die Hinweise verdichten, dass die 3. Staffel glee im Herbst 2012 in Deutschland anläuft, ist es Zeit über den neusten Stand der Dinge aus den USA zu berichten. Wie üblich drängen sich die berühmtesten amerikanischen Show Stars um als Gast in der Fernsehserie auftreten zu dürfen.

Ähm falsch, genau genommen treten die üblichen Verdächtigen auf:

Beispielsweise Ricky Martin, der als Spanischlehrer seinen Schülern die Worte “Sexy and I know it” beibringen muss:

Oder Matt Bomer, der als älterer Bruder von Blaine, zeigen darf, was er so alles kann (ja, unter anderem auch singen):

Auch in der Beziehung zwischen Chris und Blaine kriselt es, nicht im verflixten siebten Jahr, eher im verflixten siebten Monat! Zwischen Brittney und Santana gibt es ebenso Spannungen und dann rückt endlich die Abschlussfeier am Ende der High School Zeit näher. Immerhin! Man will ja erwachsen werden. Wirklich schön!


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Donnerstag, 5. April 2012

persönliche Schmähungen sind eine delikate christliche Spezialität

Wie in diesem Blog schon erwähnt wurde, gehen persönliche Schmähungen von Schwulen und Lesben gerade hier in der Gegend besonders häufig Vertretern von Neu-Apostolischen, Gemeinde Gottes und Zeugen Jehovas über die Lippen, wie ich persönlich mehrfach erlebt habe.Genauso wichtig und zahlenmäßig eine viel größere Gruppe sind Baptisten und Evangelikale.  Diese Gruppierungen entstammen dem Pietismus, einer besonders in Schwaben weit verbreiteten, konservativen Form des evangelischen Glaubens.
Einige wichtige Ansichten dieser Gruppen sind:
  • Allein die Bibel zählt, d.h. die moralisch-ethische Reflektion befindet sich noch auf dem Stand von vor 2000 Jahren und darf nicht in Frage gestellt werden.
  • Evangelikale suchen gerne in der Weltgeschichte nach Zeichen des Wirken Gottes. Ein mir bekannter Evangelikaler, dem man durchaus normale Zurechnungsfähigkeit unterstellen kann, hat mir einmal erklärt, dass es seiner persönlichen Statistik nach jedes Jahr an Karfreitag regnet. Dies sei ein Zeichen dafür, dass Gott die Menschen zum Nachdenken über ihr Leben bringen will.  Nun leben in Weiler Rems circa 4000 Bürger und etliche Kilometer weiter südlich, vielleicht in Freiburg regnet es nie an Karfreitag, aber das kann einen echten Evangelikalen aus Weiler Rems nicht erschüttern.
  • Christliche Gläubige welche “nur” in der Landeskirche Mitglied sind, werden gerne als “Taufscheinchristen” oder “Namenschristen” verspottet.
  • Evangelikale und Baptisten verbindet mit anderen religiösen Splittergruppen die Tendenz sich selbst als Elite anzusehen. Dies muss man damit beweisen, dass man einen besonders moralischen Lebenswandel führt oder andere, vermeintlich unmoralische Menschen abwertet. Beliebtes Opfer in dieser Beziehung sind natürlich Schwule und Lesben.
Der Konflikt zwischen “lauwarmen” Namenschristen und besonders aggressiv ihren Standpunkt vertretenden Evangelikalen wird von oberster Stelle natürlich kleingeredet.
Ganz typisch dafür ist der evangelische Bischof Wolfgang Huber:

Dafür sprechen Evangelikale und Baptisten heutzutage in Bezug auf Haßattacken gegen Schwule und Lesben von bedauerlichen Einzelfällen. 
In Wahrheit sind es natürlich keine Einzelfälle und eine der wichtigsten Niederlagen in dieser Frage haben Baptisten letztes Jahr erlitten als sie versuchten den Ausschluss ihrer Kinder aus dem staatlichen Sexualkundeunterricht höchstrichterlich absegnen zu lassen. Das Ziel dahinter ist klar, nur wer seinen Kindern die Wahrheit vorenthält, kann ihnen die eigene homophobe Ideologie angedeihen lassen.
auch baptisten brauchen sexualkunde
Der Europäische Gerichtshof hält im übrigen Sexualkundeunterricht für alle Kinder für völlig unbedenklich.
Und hier nochmals die wichtigsten Fakten des staatlichen Sexualkundeunterrichts, für alle Baptisten und Evangelikale, die an diesem Tag den staatlichen Sexualkundeunterricht geschwänzt haben:
1. Nein, die Sonne dreht sich nicht um die Erde. Und die Erde ist auch keine Scheibe.
2. Homosexualität ist so natürlich wie blonde Haare, Sommersprossen oder ein Doppelkinn. (Naja, das mit  dem Doppelkinn ist nicht ganz wissenschaftlich erwiesen)
3. Homosexualität ist kein Lebensstil und es gibt auch keine Wahlmöglichkeiten zwischen einem heterosexuellen oder einem schwulen Leben, genauso wenig wie man sich ein Talent, eine Begabungen oder sportliche Fähigkeiten einfach “aussuchen” kann.
4. Da die Bibel in einer Zeit geschrieben wurde in der gewisse Fakten nicht bekannt waren, würde man die Bibel heutzutage dazu benutzen um sich zum Thema Atomkraft, Scheidungsrecht oder Höchststeuersatz eine Meinung zu bilden?  Sicherlich nicht, also warum ausgerechnet zum Thema “Homosexualität”?
Ach ja, hier noch eine letzte Bemerkung: Andere Menschen zu verleumden oder ihre Menschenwürde in Abrede zu stellen, und das mit Argumenten, die jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehren, ist nicht besonders christlich. Es gibt Christen, die dies längst erkannt haben.




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Mittwoch, 4. April 2012

Liebe außerhalb der Komfortzone

Ein beachtlicher Festivalerfolg war 2010 auf der Berlinale der Dokumentarfilm “I shot my love” des israelischen Filmemachers Tomer Heymann. 70 Jahre nach der Flucht seines jüdischen Großvaters aus Nazi-Deutschland kehrt Tomer nach Berlin zurück um dort seinen neusten Film zu präsentieren. In dieser Zeit verliebt er sich in seinen deutschen Freund Andreas und so beginnt die Geschichte einer wunderbaren deutsch-jüdischen Liebesaffäre, die alle vorgefassten Meinungen und Klischees auf den Kopf stellt.

 

Alle die diesen Film auf der Berlinale oder im Kino verpasst haben, erhalten am Donnerstag 05.04 auf ARTE um 23.05 Uhr eine Chance dies nachzuholen.


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