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Spätzünder

2014 hat also ein bisschen verspätet begonnen, zumindest in meinem Blog. Danke für die besorgten Emails, die mich erreicht haben. Es geht mir gut und ich werde jetzt ein wenig über die letzten 3 Monate berichten.

“Wie Girls nur mit Schwulen” – it is not TV, it’s HBO

looking HBO

Ich wurde also im Januar, wie viele andere auch, begeisterter Fan von “Looking” und habe seitdem keine Sendung verpasst.
Gelobt von Spiegel, Zeit und New Yorker, bringt “Looking” das schwule Leben im Jahr 2014 ziemlich gut auf den Punkt.
Ort: San Francisco  Zeit: Gegenwart  Intelligentester Kommentar: “So sieht post-gay aus”.  Und was ist post-gay? Dazu später mehr.

Neben meiner schwäbischen Bausparer Zeitschrift, in der ich immer eifrig blättere,

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hat mich noch die neuste Ausgabe des britischen GT Magazins mit der jährlichen Sexumfrage erreicht, spannende Lektüre, ohne Frage. Wer hätte auch gedacht, dass ein drittel aller schwulen Männer schon einmal mit einer Frau geschlafen hat. Oder dass 30 Prozent aller schwulen Männer schon einmal mit fünf Männern gleichzeitig Sex gehabt hat. Oder dass 50 Prozent aller schwulen Männer schon einmal am Arbeitsplatz Sex gehabt haben. 
Ich gebe zu ich schwelge jetzt in Erinnerungen an britische Männer, aber was soll man sonst machen?

Gay Times March 2014

Amüsantes im Fernsehen gab es auch. Ein homophober Evangelikaler (Hartmut Steeb, links im Bild) diskutierte mit netten Menschen über das Thema Homosexualität und es gab einfach keinen Streit. So geschehen bei Maischberger (ARD) und wem die ganze Sendung recht unergiebig erschien, der hat vermutlich recht, alleine wegen dieses Bildes hat sie mir aber doch gefallen.

Hartmut Steeb Olivia Jones bei Maischberger

Meine Shopping Leidenschaft habe ich nach Weihnachten endlich in Griff  bekommen. Ich versuche jetzt ausschließlich lebensnotwendiges einzukaufen.

David Beckham 001







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der Brief des Pfarrers nach dem Kirchenaustritt

Am Freitag wurden die Kirchenaustritte der evangelischen Kirche im Jahr 2014 bekannt:
270 000 - soviele Menschen sind noch nie ausgetreten. Am selben Tag landete auch der Brief vom Pfarrer, den man üblicherweise nach einem Kirchenaustritt bekommt, in meinem Briefkasten. 
Nun schreibe ich schon seit vielen Jahren diesen Blog und an der Reaktion evangelischer  Christen merke ich, dass er durchaus auch von Evangelen gelesen wird.
Nun hält es die Pfarrerin von Schorndorf-Weiler für nötig mir einen Fragebogen ins Haus zu schicken auf dem ich ankreuzen soll warum ich aus der Kirche ausgetreten bin. Dass ich nach Jahrzehnten von Diskriminierung und Schwulenhetze in der Kirchengemeinde Weiler Rems nicht mehr Mitglied sein möchte, hat sich bis ins Pfarramt noch nicht herumgesprochen.
Dieser Fragebogen lohnt eine genauere Analyse. Er besteht aus vielen frei ankreuzbaren Aussagen, leicht auszuwerten für jeden Kirchen Statistiker. Hier ein Auszug:
( ) Unstimmigkeit mit der Kirchenleitung ( ) Uns…

Die Arschhummel oder schimpfen und beleidigen lernen mit Martin Luther

Rechtzeitig zum 500 jährigen Jubiläum der Reformation in Deutschland beginnt in den Medien die kritische Berichterstattung über Martin Luthers theologisches Erbe.
Wer einmal Luthers Schrift  "Von den Juden und ihren Lügen"gelesen hat, weiß was für einen Einfluss Martin Luther auf den Judenhass in Deutschland hatte.

Als Homosexueller wüßte man gerne ob es auch für den fundamentalistischen Hass auf Schwule eine Vorbildfunktion bei Martin Luthers gibt?
Durch eine verdienstvolle Sendung des Deutschlandsfunks vom 06.09.2016 ist herausgekommen, dass Martin Luther seine Gegner gerne als "Arschhummel" beschimpfte, ein altdeutsches Wort für "Schwuler".

Sein Opfer: Sebastian Franck (1499-1543) ein katholischer Priester, der im Zug der Reformation zum lutherischen Protestantismus übertrat,  später jedoch Luthers Lehren kritisierte und sie in seinen Schriften mit einer toleranten überkonfessionellen Religionssicht ersetzte, in der der Wert des Einzelnen und seiner …

David Beckham. Nackt, verschwitzt und außer Atem.

Circa 1992 hatte eine Werbeagentur eine Idee zu einem Levi's Commercial:



2013 bekommt Guy Ritchie den Auftrag mit David Beckham einen Werbespot zu drehen und dieser besitzt doch gewisse Ähnlichkeiten mit dem von 1992.



Nur das Happy End fehlt. Bei Guy Ritchie gibt es keine Frau, die mit David Beckham zusammen  davonschreitet. Statt dessen zupft sich David kurz die Unterhose zurecht und dann ist er auch schon weg. Und wer möchte sich da beschweren? Bei der Unterhose und der Nahaufnahme von Davids ... . Genau. Vielleicht ist dies die 2013 Version eines alten klassischen Stoffs, eines allerdings sehr knappen Stoffs.