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Birgit Kelles Auftritt bei einer CDU Veranstaltung in Schorndorf

Wenn man jemanden fragt, was Toiletten, Kinderspielplätze und die Bibel gemeinsam haben, würde jeder antworten "nichts". Folgt man der Verschwörungstheorie von Birgit Kelle so sind alle drei Opfer der bösen Gender Ideologie, die eine böse Vernichtungsstrategie fährt gegen Familien, Kinder und die deutsche Sprache. Es ist der alte "David gegen Goliath Trick", dem man hier begegnet und den Frau Kelle benutzt um das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Auf der einen Seite, so Kelle, stehen die kleinen einfachen Leute, die sich um ihre Familie sorgen, und auf der anderen Seite stehen mächtige Politiker und Genderideologen, die im Geheimen das sogenannte "Gender Mainstreaming" durchführen und alle Werte wie Familie, Ehe oder traditionelle Geschlechterrollen zerstören. Das Publikum in Schorndorf-Oberberken, einem betont konservativen Stadtteil von Schorndorf, saugte diese trübe Botschaft am Samstag gierig auf. Anschließend zeigte Frau Kelle an zahlrei...

Jeden Tag eine schlechte Tat - Homophobie als Bestandteil konfessioneller Jugendarbeit.

Die Kritik an konfessionellen Pfadfindern ist bekannt:  hierarchisch aufgebaut, autoritäre Verfassung, Zwang zu Uniform/ Pfadfindertracht, antimodernistische Naturverherrlichung, Geschlechtertrennung und ein fundamentalistisch / frömmlerisches Weltbild. So sieht die Jugendarbeit bei konfessionell gebundenen Pfadfindern aus und da es in einer pietistisch geprägten Kirchengemeinde wie der meinen keine freie Jugendarbeit gab, trat ich mit 12 Jahren als Mitglied in die Christlichen Pfadfinderschaft Weiler ein. Irgendwann im Alter von fünfzehn oder sechzehn ging dann das Gerücht um ich könnte homosexuell sein und von dem Zeitpunkt an war es mit dem beschaulichen Aufwachsen in der schwäbischen Provinz vorbei. Später als ich selbst eine Pfadfindergruppe leitete, waren dann offene Anfeindungen und Mobbing an der Tagesordnung - ein schwuler Gruppenleiter stellt natürlich im Weltbild pietistisch evangelikaler Hardliner ein höchst gefährliches Individuum dar. Auch di...

Wie homophob kann die CDU heute noch sein?

Letzte Woche wurde das Ergebnis der Mitgliederbefragung der CDU Berlin zum Thema Homo-Ehe bekanntgegeben. 4.800 Parteimitglieder nahmen an der Abstimmung teil. 45 Prozent stimmten gegen die rechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der klassischen Heteroehe, 35 Prozent waren dafür. 7 Prozent entschieden sich für die mildere Ablehnungsvariante  „Stimme eher nicht zu“. 7 Prozent entschieden sich für die mildere Zustimmungsvariante "Stimme eher zu". Dem Rest war die Frage mehr oder weniger egal. Der Stimmenstand in der Berliner CDU, die sich gerne als weltoffene Großstadtpartei selbst  anpreist, sieht also folgendermaßen aus:                                                52:42 gegen die Ehe für alle. Interessanterweise wurde 2 Wochen zuvor eine Umfrage des CDU nahen Allensbach Instituts  veröffentlicht, das die Ge...