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Posts mit dem Label "Religion" werden angezeigt.

#Dekan #Baur, #Schorndorf, die #evangelische #Kirche und die #Nazi Zeit

Landesbischof Ludwig Müller (der spätere Reichsbischof) beim Heilruf mit dem faschistischen Gruß auf Adolf Hitler 1933 Von Bundesarchiv, Bild 183-H25547 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de Nachdem die Informationen über die zwei Aussenstellen des Nazi Konzentrationslager Systems in Welzheim und Rudersberg die Runde gemacht haben, beide Orte gehörten zum Kirchenbezirk Schorndorf, ist die Bestürzung groß. Man hätte sich ein klärendes Wort von der evangelischen Kirche zu ihrem Versagen in der Nazi Zeit gewünscht, ganz besonders wenn man selbst homosexuell ist und sich fragt ob in diesen Lagern auch Homosexuelle zu Tode gekommen sind. Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing Dass die Schenkung einer Deutschen (Nazi) Christen Familie aus Schorndorf an die evangelische Kirche und die völlige Unfähigkeit der evangelischen Kirche damit korrekt und anständig umzugehen, damit etwas zu tun hat wird wahrscheinlich bestritten. Jedoch hat damals in den 90er Jahren niemand gefragt ob de...

Wenn fundamentalistische Christen Politik machen

Die wenigsten von uns erinnern sich heute noch an dieses Bild: Als Präsident Nixon während des Vietnamkriegs dringend Unterstützung brauchte, fand er einen willigen Helfer und Fürsprecher in dem Großevangelisten Billy Graham.  Auch die Tatsache, dass Nixon wegen Watergate zum größten Skandal Präsidenten der USA wurde, störte Billy Graham nicht weiters. Als Graham nach Deutschland kam um auch hier zu „Evangelisieren“, fand er einen weiten Unterstützerkreis. Der damalige württembergische Landesbischof von Württemberg Theo Sorg verteidigte Graham nachdrücklich und als 1993 ein Unterstützerkomitee für Billy Grahams Besuch in Deutschland gegründet wurde, trat Rolf Scheffbuch, der evangelische Dekan meiner Heimatstadt Schorndorf, diesem Unterstützerkomitee bei. Rolf Scheffbuch, ehem. ev. Dekan v. Schorndorf Viele Jahre später stellte sich dann heraus, dank der heimlich mitgeschnittenen Gespräche im Weißen Haus, dass Billy Graham und Richard Nixon, die Kritik a...

der Brief des Pfarrers nach dem Kirchenaustritt

Am Freitag wurden die Kirchenaustritte der evangelischen Kirche im Jahr 2014 bekannt: 270 000 - soviele Menschen sind noch nie ausgetreten. Am selben Tag landete auch der Brief vom Pfarrer, den man üblicherweise nach einem Kirchenaustritt bekommt, in meinem Briefkasten.  Nun schreibe ich schon seit vielen Jahren diesen Blog und an der Reaktion evangelischer  Christen merke ich, dass er durchaus auch von Evangelen gelesen wird. Nun hält es die Pfarrerin von Schorndorf-Weiler für nötig mir einen Fragebogen ins Haus zu schicken auf dem ich ankreuzen soll warum ich aus der Kirche ausgetreten bin. Dass ich nach Jahrzehnten von Diskriminierung und Schwulenhetze in der Kirchengemeinde Weiler Rems nicht mehr Mitglied sein möchte, hat sich bis ins Pfarramt noch nicht herumgesprochen. Dieser Fragebogen lohnt eine genauere Analyse. Er besteht aus vielen frei ankreuzbaren Aussagen, leicht auszuwerten für jeden Kirchen Statistiker. Hier ein Auszug: ( ) Unstimmigkeit mit der Kir...

Jeden Tag eine schlechte Tat - Homophobie als Bestandteil konfessioneller Jugendarbeit.

Die Kritik an konfessionellen Pfadfindern ist bekannt:  hierarchisch aufgebaut, autoritäre Verfassung, Zwang zu Uniform/ Pfadfindertracht, antimodernistische Naturverherrlichung, Geschlechtertrennung und ein fundamentalistisch / frömmlerisches Weltbild. So sieht die Jugendarbeit bei konfessionell gebundenen Pfadfindern aus und da es in einer pietistisch geprägten Kirchengemeinde wie der meinen keine freie Jugendarbeit gab, trat ich mit 12 Jahren als Mitglied in die Christlichen Pfadfinderschaft Weiler ein. Irgendwann im Alter von fünfzehn oder sechzehn ging dann das Gerücht um ich könnte homosexuell sein und von dem Zeitpunkt an war es mit dem beschaulichen Aufwachsen in der schwäbischen Provinz vorbei. Später als ich selbst eine Pfadfindergruppe leitete, waren dann offene Anfeindungen und Mobbing an der Tagesordnung - ein schwuler Gruppenleiter stellt natürlich im Weltbild pietistisch evangelikaler Hardliner ein höchst gefährliches Individuum dar. Auch di...

eine ehrliche Diskussion zum Thema Homosexualität fand auf dem Kirchentag nicht statt

Schwule Themen sind wie erwartet nur ein Randthema gewesen auf dem Kirchentag in Stuttgart. Die zentralen Veranstaltungen in der Stadtmitte wo Kameras und Prominente lauerten, waren frei von kontroversen Fragen und es ist zu vermuten das ganze war kein Zufall sondern Methode. Daran änderte auch nichts, dass es am Rande (auch geographisch) ein schwul lesbisches Zentrum in Stuttgart gab mit klugem Programm, dessen Ausstrahlung in den Kirchentag hinein jedoch verschwindend gering war. Auch eine zusätzliche Diskussion in der Fellbacher Halle (10 km außerhalb), die von 450 Teilnehmern besucht wurde, 50 zuwenig um einen offiziellen Beschluss fassen zu können, zeigte klar was an diesem Kirchentag nicht stimmte.  Der einzige Gegner schwuler Gleichberechtigung war eine Katholikin, die natürlich wenig zum Stand der Diskussion in der evangelischen Kirche sagen konnte. Aber wo sind all die homophoben Pietisten hin, wo haben sie sich versteckt, und zwar so gut, dass man Katholiken auf ...

das homophobe Manifest von Dekan Volker Teich, Schorndorf

  Dekan Teich ist ein Wiederholungstäter wenn es um Hetze gegen Schwule geht, selten zuvor hat ein führendes Mitglied der evangelischen Kirche in Württemberg so deutlich gegen Schwule gehetzt wie Volker Teich in einer Erklärung aus dem Jahr 2000,  die sowohl von ihm als auch von seinem Vorgänger im Amt, Dekan Scheffbuch, unterschrieben wurde. Hier die Argumentationsschritte: 1:  Man bezeichnet Homosexualität als “Lebensstil”, selbstverständlich als negativen Lebensstil. 2:  Dann verwendet man Gutachten, die von Leuten geschrieben werden, die  wie man selbst Verbindungen zu rechtskonservativen Kreisen unterhalten. 3: Man versucht zu beweisen, dass Homosexualität zu erhöhten gesundheitlichen Risiken führt. 4:  Und damit versucht man Menschen zu überreden sich einer “Veränderung” durch psychotherapeutische Begleitung zu unterziehen, was nichts anderes heißt als “Umpolung” oder Gehirnwäsche. In diesem Zusammenhang wird dann die Skandalorganisation “Wüste...

ProChrist, evangelikal, fundamentalistisch und homophob

queer.de hat gestern einen sehr gut recherchierten Text zu ProChrist, einer evangelikalen Bewegung in Deutschland, veröffentlicht. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich wieviel Schwulenhass Evangelikale zeigen, deshalb hier eine Informationssammlung zum Thema ProChrist. Eine sachliche Zusammenfassung findet man auf der Internet Seite der Giordano Bruno Stiftung: Wer dagegen protestieren will, dass die Stadt Stuttgart ProChrist einen städt. Veranstaltungsort überlässt,  kann hier den offenen Brief vom CSD 2013 Organisationsteam unterzeichnen: Der Brief ist gerichtet an den Verantwortlichen der Stadt Stuttgart, den 1.Bürgermeister Michael Föll (CDU), der selbst und höchstpersönlich im Kuratorium von ProChrist sitzt! Hier genehmigt also das ProChrist Kuratoriumsmitglied Michael Föll dem Verein Pro Christ die Benutzung der eigenen städtischen Immobilien. Wie nennt man das auf schwäbisch? Vetterleswirtschaft. Im Kuratorium sitzen noch mehr illustre und nützliche Mitglied...

Grundausstattung für den schwulen Schwaben, Teil 1

Jodtabletten, Mineralwasser, Erste Hilfe Koffer, Taschenlampe, Kofferradio und Batterien – nein, das braucht man nicht wirklich. Wer schwul ist und in einem kleinen schwäbischen Dorf überleben will, stellt besser dieses Schild auf.

persönliche Schmähungen sind eine delikate christliche Spezialität

Wie in diesem Blog schon erwähnt wurde, gehen persönliche Schmähungen von Schwulen und Lesben gerade hier in der Gegend besonders häufig Vertretern von Neu-Apostolischen, Gemeinde Gottes und Zeugen Jehovas über die Lippen, wie ich persönlich mehrfach erlebt habe. Genauso wichtig und zahlenmäßig eine viel größere Gruppe sind Baptisten und Evangelikale.  Diese Gruppierungen entstammen dem Pietismus, einer besonders in Schwaben weit verbreiteten, konservativen Form des evangelischen Glaubens. Einige wichtige Ansichten dieser Gruppen sind: Allein die Bibel zählt, d.h. die moralisch-ethische Reflektion befindet sich noch auf dem Stand von vor 2000 Jahren und darf nicht in Frage gestellt werden. Evangelikale suchen gerne in der Weltgeschichte nach Zeichen des Wirken Gottes. Ein mir bekannter Evangelikaler, dem man durchaus normale Zurechnungsfähigkeit unterstellen kann, hat mir einmal erklärt, dass es seiner persönlichen Statistik nach jedes Jahr an Karfreitag regnet. Dies sei ein ...

ARTE Dokumentation Jungs und Mädels Teil 4

Auch in meinem kleinen schwäbischen Dorf kann man sie erkennen: Pietistische Fundamentalisten, evangelikale Eiferer und Vertreter religiöser Sekten und Splittergruppen wie Gemeinde Gottes, Neu-Apostolische und Zeugen Jehovas sind die Hauptakteure im Versuch Stimmung gegen Schwule und Lesben zu machen. Überrascht war ich als ich am Donnerstag Abend auf ARTE die Dokumentation “Jungs und Mädels” Teil 4 “Unsere Verlobung” sah. Völlig frei und unbekümmert hört man dort religiöse Eiferer General Franco loben oder über die Vorteile einer Diktatur gegenüber einer Demokratie schwadronieren und dazu immer wieder bestätigen warum es wichtig sei gegen Schwule und Lesben vorzugehen. Mit dieser Doku gelingt ARTE eine bemerkenswerte Dokumentation religiöser Intoleranz und eine genaue Analyse wie fließend der Übergang zwischen religiös reaktionären und politisch anti-demokratischen Gruppen ist. Bemerkenswert ist auch, dass der Film die Verhältnisse in Frankreich schildert, man aber erkennen muss,...