Donnerstag, 23. Oktober 2014

das homophobe Manifest von Dekan Volker Teich, Schorndorf

 

Volker Teich

Dekan Teich ist ein Wiederholungstäter wenn es um Hetze gegen Schwule geht, selten zuvor hat ein führendes Mitglied der evangelischen Kirche in Württemberg so deutlich gegen Schwule gehetzt wie Volker Teich in einer Erklärung aus dem Jahr 2000,  die sowohl von ihm als auch von seinem Vorgänger im Amt, Dekan Scheffbuch, unterschrieben wurde.

Hier die Argumentationsschritte:

1:  Man bezeichnet Homosexualität als “Lebensstil”, selbstverständlich als negativen Lebensstil.

2:  Dann verwendet man Gutachten, die von Leuten geschrieben werden, die  wie man selbst Verbindungen zu rechtskonservativen Kreisen unterhalten.

3: Man versucht zu beweisen, dass Homosexualität zu erhöhten gesundheitlichen Risiken führt.

4:  Und damit versucht man Menschen zu überreden sich einer “Veränderung” durch psychotherapeutische Begleitung zu unterziehen, was nichts anderes heißt als “Umpolung” oder Gehirnwäsche. In diesem Zusammenhang wird dann die Skandalorganisation “Wüstenstrom” genannt. 
Jeder weiß wie schädlich  “Umpolungstherapien” sind, dass sie Menschen in den Selbstmord treiben können.

5:  Am Ende redet man über die natürliche Ordnung der Welt und dass Mann und Frau zusammengehören, schließlich wird das Ganze noch mit einigen abgedroschenen Bibelzitaten garniert.

Unter diesem Unsinn steht dann die Unterschrift von Volker Teich und kein Kirchengemeinderat protestiert dagegen. Wer nun glaubt, dass Dekan Teich etwas dazugelernt hat in den 14 Jahren seit Veröffentlichung seines Schwulenhasser Manifests, der täuscht sich.

Als die EKD ihr Familienpapier 2013 vorlegte mit der Forderung auch homosexuelle Partnerschaften positiv zu bewerten, da war Dekan Teichs Kommentar:
“Man solle dieses Papier einstampfen.”


Share/Bookmark

Freitag, 10. Oktober 2014

six degrees of separation


Als Madonna “she’s not me” sang, wusste jeder, dass Gwyneth Paltrow gemeint war, die soeben Coldplay Sänger Chris Martin geheiratet hatte, von dem Gwyneth inzwischen glücklich geschieden ist und der in einem Interview verkündet hatte, erst durch seine Heirat mit Gwyneth habe er endgültig erkannt, dass er heterosexuell sei, ansonsten hätten ihn die wuscheligen Haare von One Direction Sänger Harry Styles sexuell so angezogen, dass er einer Affäre durchaus nicht abgeneigt gewesen wäre,

1D7

was sich aber inzwischen durch seine Ehe mit Gwyneth erledigt hatte,  so dass sich One Direction Sänger Harry Styles nun öfters mit dem Gerücht konfrontiert sieht, er sei schwul und habe mit einem Bandmitglied schon öfters … herumgeknutscht, was sonst?

1Direction

Da fügt es sich ganz gut, dass BBC Music ein Video mit Elton John, Chris Martin und One Direction drehte, inklusive rosa Wölkchen, Schmetterlingen und allem anderen auch.

 

Wer auch six degrees of separation spielen will und nicht weiß wie, hier die Erklärung auf Wikipedia.

Enjoy.

 


Share/Bookmark

Dienstag, 9. September 2014

Wie homophob darf ein evangelischer Dekan heute noch sein, Volker Teich?

Immer wieder erreichen einen in Schorndorf  erschütternde Geschichten über Diskriminierung von Schwulen und Lesben. So hörte man vom Fall einer lesbischen Angestellten im Dekanat Schorndorf, die so lange gemobbt wurde bis sie “freiwillig” ihre Arbeitsstelle aufgab.

Man hat den Eindruck, homophobe Hetze an der evangelischen Basis wird umso eifriger betrieben je mehr sich homophobe Hetzer von der Leitung des Dekanats gedeckt sehen.

Wer also steht an der Spitze im Kirchenbezirk Schorndorf?

Dekan von Schorndorf  ist Volker Teich, bekannt für seine Rolle als Sprecher der konservativen Gruppe im württembergischen Kirchenparlament. Sein  Lieblingsspruch zum Thema Homosexualität ist:

“Wir richten uns nicht nach dem Zeitgeist sondern nach der Bibel.”

Ich würde Herrn Teich gerne fragen, ob wir die Menschenrechte, die Gleichberechtigung der Frau und das Verbot Kinder zu schlagen, auch abschaffen sollten, auch davon steht nichts in der Bibel.

Natürlich rät Herr Teich Homosexuellen gerne sich psychologisch betreuen zu lassen, was bei Evangelikalen, Pietisten und homophoben Hasschristen ein Standard Argument ist. Homosexualität wird als defizitäre Lebensform gesehen, die “Veränderung” benötige, so Teichs Worte. Leider kann man mit diesen Argumenten schnell in zwielichtige Gesellschaft geraten, vom russischen Präsidenten Putin über rechtsradikale Familienschützer bis zu religiösen Sektierern, aber das scheint Volker Teich nicht zu stören.

Wir erinnern uns auch an die Podiumsdiskussion in Ludwigsburg unter Leitung von Frau Däubler Gmelin mit der ehemaligen Bischöfin aus Hamburg, Maria Jepsen, die unmissverständlich klar stellte:

“Die Diskriminierung von Homosexuellen findet immer noch statt.”

Herr Volker Teich war zu dieser Podiumsdiskussion auch eingeladen. Seine Reaktion auf Bischöfin Jepsens Statement? Er ging überhaupt nicht hin. Kurzfristige Absage wegen gewisser Irritationen.
Kritik aus den eigenen Reihen hört Herr Teich nicht gerne und die Fähigkeit zur Selbstkritik ist wenn man im Besitz der Wahrheit ist überflüssig.

Wer nach außen keine Diskussion zulässt, verhindert natürlich auch nach innen eine Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität.

Nur so ist die miefig repressive Atmosphäre im Kirchenbezirk Schorndorf  zu erklären. Man fühlt sich nicht wohl in einer Kirche, die von Hardlinern wie Volker Teich geleitet wird.


Share/Bookmark