Freitag, 20. Mai 2016

Volker Teich, homophober Dekan von Schorndorf, scheidet aus dem Amt

Wie dem Gemeindebrief der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Schorndorf zu entnehmen ist, verlässt Dekan Teich im Herbst 2016 Schorndorf.
Mehrfach negativ aufgefallen wegen seiner pietistisch homophoben Grundhaltung, überschatteten Volker Teichs homophobe Entgleisungen seine 11-jährige Amtszeit in Schorndorf.
Vertuschungen und Beschwichtigungsversuche wie sie nun im Gemeindebrief zu lesen sind, können nur mühsam überdecken welchen Schaden Volker Teich in Schorndorf angerichtet hat.
Dass ausgerechnet Annegret Scherz-Dollmann vom Gesamtkirchengemeinderat diese Lobhudeleien schreibt, stößt bei vielen Betroffenen auf besondere Bestürzung. Schließlich hatten viele homosexuelle Menschen von den Kirchengemeinderäten erwartet, dass diese mutig gegen die homophoben Einlassungen von Dekan Teich protestieren würden.
Dem war nicht so. Zurecht fühlen sich homosexuelle Menschen heute noch von den Äußerungen Teichs beledigt und in ihrer Würde verletzt.  
Die peinliche Art wie Herr Teich nun mit den üblichen Plattitüden und Lobhudeleien verabschiedet wird, macht die Enttäuschung über die evangelische Kirche noch größer.


Sonntag, 7. Februar 2016

der Brief des Pfarrers nach dem Kirchenaustritt

Am Freitag wurden die Kirchenaustritte der evangelischen Kirche im Jahr 2014 bekannt:
270 000 - soviele Menschen sind noch nie ausgetreten. Am selben Tag landete auch der Brief vom Pfarrer, den man üblicherweise nach einem Kirchenaustritt bekommt, in meinem Briefkasten. 

Nun schreibe ich schon seit vielen Jahren diesen Blog und an der Reaktion evangelischer  Christen merke ich, dass er durchaus auch von Evangelen gelesen wird.
Nun hält es die Pfarrerin von Schorndorf-Weiler für nötig mir einen Fragebogen ins Haus zu schicken auf dem ich ankreuzen soll warum ich aus der Kirche ausgetreten bin. Dass ich nach Jahrzehnten von Diskriminierung und Schwulenhetze in der Kirchengemeinde Weiler Rems nicht mehr Mitglied sein möchte, hat sich bis ins Pfarramt noch nicht herumgesprochen.

Dieser Fragebogen lohnt eine genauere Analyse. Er besteht aus vielen frei ankreuzbaren Aussagen, leicht auszuwerten für jeden Kirchen Statistiker. Hier ein Auszug:

( ) Unstimmigkeit mit der Kirchenleitung
( ) Unstimmigkeit mit dem Gemeindepfarrer
( ) Unstimmigkeit mit der Art von Gottesdienst, Predigt oder Veranstaltungen
( ) Unstimmigkeit mit ...
( ) Schlechte Betreuung durch die Gemeinde
( ) Verärgerung aus aktuellem Anlass, und zwar ...
( ) Ich kenne den Gemeindebrief der Kirchengemeinde Weiler
u.s.w.

Unstimmigkeit ist ein Wort, das man auf eine Komposition oder ein Bild anwendet, sicherlich nicht auf einen Menschen und seine Beziehung zu einer religiösen Vereinigung. Ich möchte auch nicht "betreut" werden, ich bin weder alt noch gebrechlich oder vergesslich. Und verärgert bin ich auch nicht. Ich bin nur der Meinung, dass ich einer homophoben, pietistisch dominierten Kirche nicht angehören möchte.
Und deshalb werde ich diesen Fragebogen NICHT ausfüllen.
Denn sonst ließe ich es zu, dass die evangelische Kirche mir ein letztes mal ihre abwertende Wortwahl aufdrängt. Und das ist ihr zuvor schon so oft gelungen.
Ab heute nicht mehr.


Dienstag, 8. Dezember 2015

30 Jahr Schwulenhetze sind genug, mein Kirchenaustritt im Jahr 2015

Dass der Austritt aus der evangelischen Kirche einem so leicht fallen würde, hätte ich mir früher nicht vorstellen können. Wer aber weiß welche homophoben Zustände in der evangelischen Kirche in Württemberg herrschen, der versteht was ich meine.
In meiner Kirchengemeinde wechseln sich seit Jahrzehnten pietistische und evangelikale Pfarrer ab. Pietismus und Fundamentalismus legen sich wie Mehltau über die ganze Gegend, meist werden Pietisten wegen ihrer ideologischen Linientreue  mit einer Anstellung belohnt, Kompetenz und Charakter sind sekundär beziehungsweise nicht vorhanden.
Dass meine Heimatstadt Schorndorf im sogenannten pietistischen Bibelgürtel um Stuttgart liegt, wissen viele. So hat der frühere Dekan von Schorndorf, Rolf Scheffbuch, mit vielen anderen ein Manifest gegen Homosexualität verfasst. Auch der heutige  Dekan von Schorndorf, Volker Teich, ist Teil dieser Bewegung.
Was mich aber völlig fassungslos gemacht hat, ist die Tatsache, dass Michael Diener, einer der schlimmsten homophoben Propagandisten aus dem evangelikal pietistischen Milieu seit 15.11.15 als Mitglied im obersten Leitungsgremium der EKD aufgenommen wurde.
"Scheinheilig, nicht heilig", nennt man Pietisten und Evangelikale häufig und das ist auch gut so.
In Zukunft werden meine Kirchensteuern nicht mehr dazu missbraucht um diese Leute mit großzügig bemessenen Gehältern zu alimentieren. 
Was für eine Erleichterung ein Kirchenaustritt doch sein kann.
Ich warte schon auf die nächsten Kirchenaustrittszahlen, 200 000 werden es bestimmt sein.
Hat schon einmal jemand gezählt wie viele Menschen von Pietisten und anderen Fundamentalisten aus der evangelischen Kirche hinausgedrängt wurden?
Das würde bestimmt viele Menschen interessieren.