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Posts mit dem Label "Film" werden angezeigt.

Wenn der Postmann überhaupt nicht klingelt

Treue Leser wissen, dass ich gelegentlich berichte welche Päckchen, Pakete und Briefe mir in letzter Zeit gestohlen wurden. Zumeist sind es DVDs und Bücher, deren Wert so gering ist, dass ich mich frage wer sich wegen ein paar Euro strafbar macht... Das ganze erinnert mich an jene Pietisten und Evangelikale, mit denen ich früher zu tun hatte, und deren Augen immer dann zu leuchten begannen wenn jemand etwas Schmutziges über Schwule erzählte. Vielleicht kommt der Übeltäter der meine Post klaut aus dieser Richtung. Vermuten darf man doch oder nicht? Schauen wir uns also das Corpus Delicti an, eine DVD mit einem Film aus dem Jahr 1975.                                                 Faustrecht der Freiheit Hier spielt Rainer Werner Fassbinder einen jungen Mann, d...

Kampf um die TV Fernbedienung, Folge 298

Wer gestern von so viel Schönheit geblendet wurde und heute Entzugserscheinungen hat, weil kein  Arbeitskollege an Ryan Gosling in Crazy, Stupid, Love , herankommt dem sei heute abend eine Comic Serie empfohlen: Arrow , (VOX 20.15) Dies ist die Geschichte von Oliver Queen, dem Sohn eines Milliardärs, der sich in einen Superhelden verwandelt um sich an den Feinden des Vaters zu rächen. So weit so gut, zwar nicht besonders originell, aber immerhin zieht der Superheld in jeder Folge sein Latex Kostüm aus und zeigt seine Muskeln. Wer glaubt diesen gutaussehenden Schauspieler schon einmal gesehen zu haben, der hat wahrscheinlich recht. Stephen Amell spielte schon in Dantes Cove und der HBO Serie Hung mit und das ist kein gering zu schätzender Vorteil wenn man uns heute abend trösten muss, weil Ryan Gosling nicht mehr wiederkommt.

Die Wahlverwandtschaften ROSAKINDER

Am Wochenende haben wir also die Rosa von Praunheim Festspiele in Radio, Fernsehen und Zeitungen erlebt. Zahlreiche Beiträge sind zum 70. Geburtstag von Rosa von Praunheim erschienen. Selbst die Stuttgarter Zeitung steuerte einen klugen Artikel bei, was bei schwulen Künstlern und der Stuttgarter Zeitung nicht immer gelingt. Herausragend war jedoch der auf ARTE gezeigte Film ROSAKINDER, ein Porträt von fünf Filmstudenten über ihren Professor Rosa von Praunheim an der Filmhochschule in Potsdam Babelsberg. Die fünf Filmstudenten heißen Tom Tykwer, Axel Ranisch, Julia von Heinz, Robert Thalheim und Chris Kraus. Es sind also nicht völlig unbekannte Filmstudenten um die es hier geht und so wurde ROSAKINDER ein Porträt voll Witz und Humor aber auch mit viel Ernsthaftigkeit wenn es um den persönlichen Standpunkt Rosas zu Themen wie Aids und Diskriminierung gegen Schwule geht. Der Ironiehöhepunkt des Films ist erreicht wenn Tom Tykwer singt: Ich wär so gerne authentisch, aber das gelingt ...

The Intelligent Homosexual’s Guide to Capitalism and Socialism with a Key to the Scriptures

Gerade blättere ich angeregt im theater heute Jahrbuch 2011, da fällt mein Auge auf den von mir sehr geschätzten Theaterautor Tony Kushner. Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, theater heute ist die Zeitschrift die ab und zu aus meiner Post gestohlen wird, da einige Leute in Weiler Rems glauben spärlich bekleidete Menschen darin entdeckt zu haben. Vorsicht Pornoalarm! Aber HALLO! Ein Schildbürgerstreich wie er nur in Weiler Rems möglich ist. Diesmal ist mein theater heute Heft jedoch wohlbehalten angekommen, und so blättere ich ganz entspannt im Jahrbuch 2011 und lese den interessanten Artikel über den von mir hochgeschätzten Tony Kushner. Hatte man noch 2010 ausgiebig das 20-jährige Jubiläum seines Theaterstücks Angels in America gefeiert, verfilmt unter anderem mit Meryl Streep und Al Pacino, ist Tony Kushner in der Zwischenzeit auch für sein Drehbuch zu Steven Spielbergs Film München bekannt geworden. Dazu kamen einige interessante Auftritte von ihm im amerikanischen Fernsehen, ...

bye, bye Elizabeth Taylor

gestern erreichte uns die traurige Nachricht: Elizabeth Taylor ist im Alter von 79 Jahren in Kalifornien gestorben. schon früh in den 40er Jahren als Teenager berühmt geworden, gewann Elizabeth Taylor Anerkennung durch Filme, in denen sie auch vor kontroversen Rollen nicht zurückschreckte, wie im Film “Die Katze auf dem heißen Blechdach “ nach einem Theaterstück von Tennessee Williams oder in “Wer hat Angst vor Virginia Woolf” von Edward Albee. in den 80er Jahren erwarb sich Elizabeth Taylor große Verdienste als Unterstützerin von Schwulen in Zeiten von AIDS und der sich anschließenden  Diskriminierungswelle unter Präsident Ronald Reagan. durch ihre persönliche Freundschaft mit dem an AIDS erkrankten Rock Hudson machte sie vielen Menschen Mut gegen Stigmatisierung in der Öffentlichkeit anzukämpfen. darüber hinaus halfen die von ihr initiierten Spendenaktionen ganz konkret den an AIDS erkrankten Menschen, die in den USA meist keine staatliche Krankenversicherung besitzen....

wer mit dem Oscar tanzt und flirtet

geht zumeist leer aus ... jedoch wurde Colin Firth ausgiebig beschenkt seine Schauspielerkollegen nannten ihn am Set bekanntlich "Colin Filth" gefreut hätte man sich noch deutlicher, wenn Colin schon 2010 den Oscar für "a single man" bekommen hätte für die Darstellung des schwulen britischen Schriftstellers Christopher Isherwood. Deja vue all over again, denke ich, und erinnere mich sogleich an Brokeback Mountain. Sehr angenehm soll auch die After Dinner Party von Elton John verlaufen sein für dessen Aids Charity mehrere Millionen Dollar eingenommen wurden. Lebensgefährte David Furnish hatte offensichtlich ein paar Kilo zugelegt was Elton aber nicht weiter störte. Irgendwann morgens um halb Drei Uhr bastle ich dann meinen eigenen Oscar, man zerknüllt ein Blatt Papier, nimmt einen Edding Stift, Farbe Gold, und malt das entstandene Kunstobjekt an den richtigen Stellen golden an. Und mein persönlicher Oscar geht dieses Jahr an:  Miranda July Pe...

die Rückkehr der 3 Musketiere

William Burroughs, Jack Kerouac und Allen Ginsberg, Schriftsteller, Freunde und Mitbegründer der Hipster und Beatnik Bewegung in den USA wurden beinahe gleichzeitig in  großen amerikanischen Filmen gewürdigt. William Burroughs William Burroughs wird in dem neuen Dokumentarfilm “A Man within”  als radikaler Avantgardist und Aktivist der Gegenkultur porträtiert, der schon in den 50 er Jahren, als in der Eisenhower Ära das Meinungsklima radikal umschlug, gegen Anpassertum und Verlogenheit rebellierte. Die NY Times schreibt in ihrem Artikel: “ Naked Lusts and Natural Painkillers: Portrait of a Literary Outlaw ” der Film humanisiere Burroughs und vermeide dadurch den Eindruck eines Nihilisten und misanthropischen Künstlers, vielmehr gehe der Film auf die bedeutende Rolle welche die Homosexualität in Leben und Werk Burroughs spiele ein. Die Bedeutung Burroughs für die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst erkennt man an der langen Liste berühmter Freunde, die am Film mitwirkte...