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Rudolf Brazda im Alter von 98 Jahren verstorben

Der wahrscheinlich letzte schwule Überlebende eines KZ, Rudolf Brazda, ist vergangene Woche in einem Pflegeheim in Mulhouse friedlich verstorben.Über Brazdas Lebensweg wurde schon viel berichtet, unter anderem auch in diesem Blog. Neben seiner Ehrung mit dem französischen Preis der Ehrenlegion im April 2011, fand die  Lebensleistung Brazdas eine besondere Würdigung durch Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit.Auch die internationale Presse erinnerte in zahlreichen Artikeln an das Leben und Schicksal von Rudolf Brazda.

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Die New York Times beschreibt in einem Artikel vom 05.08.2011 wie es Brazda und anderen offen lebenden Homosexuellen in der Nazizeit erging:
“During the 12-year Nazi regime … up to 100,000 men were identified in police records as homosexuals, with about 50,000 convicted of violating Paragraph 175 … 5,000 to 15,000 gay men were interned in the camps and about 60 percent of them died there, most within a year.“

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Die Los Angeles Times schreibt in ihrem Artikel vom 05.08.2011 über die Jahre, die Brazda im KZ Buchenwald interniert war:
Ein SS Mann habe ihm drei Zähne ausgeschlagen, anschließend wurde er zur Exekution ausgewählt und nur durch Fürsprache eines anderen Wärters gerettet.
Die drei Jahre in Buchenwald bezeichnete Brazda später als “Descent into hell”, als “Abstieg in die Hölle”.

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Der britische Independent beginnt seinen Artikel mit einer historischen Einführung zur Situation Homosexueller während der Nazi-Zeit:
“Hitler considered homosexuals "infectious" and sought to isolate or exterminate them to ensure his pure German master race. Most of what the Nazis called "die Rosa-Winkel" (the Pink Triangles), died – possibly up to 15,000 of them – either from exhaustion or starvation in the camps or on long marches led by the Nazi SS as allied forces closed in.”
Bei seiner Einlieferung nach Buchenwald im August 1942 erhielt Brazda die Häftlingsnummer 7952 und musste das rosa Dreieck auf der Häftlingsjacke als Homosexueller  tragen.
“In late March 1945, as the allies closed in, another SS officer hid him in the camp's pig shed so that he wouldn't be taken on a forced march. "I lay there with the pigs for 14 days until the Americans came," he said in his memoirs. "After that I was a free man. Others died, but I came through."
Brazda zog nach dem Krieg nach Mulhouse, Elsass, wo er 50 Jahre lang zusammen mit seinem Partner Edouard Mayer lebte.

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Amerikas wichtigste Internet Zeitung schreibt am  04.08.2011:
Brazda was born in 1913. He grew up in the eastern German town of Meuselwitz and repeatedly ran into trouble with Nazi authorities over his homosexuality before being sent to Buchenwald. … Berlin's openly gay mayor, Klaus Wowereit, who met Brazda in 2008, said he learned with regret of his death.
"He is an example of how important the work of remembrance is for our future," Wowereit said. …

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