Freitag, 25. Januar 2013

Merkel und Obama, ein Vergleich aus aktuellem Anlass

Angela Merkel hat also ein Grußwort geschrieben (oder schreiben lassen).
An den Gnadauer Gemeinschaftsverband zu seinem 125-jährigen Bestehen.
Schon einmal von dieser Versammlung gehört?
Nein? Ich auch nicht.
Es ist ein evangelikaler Verein, der homophobe Statements verfasst, davon ausgeht, dass Schwule einer Homo-Heilung unterzogen werden müssten und dass man keinesfalls das Zusammenleben von schwulen Pfarrern im Pfarrhaus erlauben sollte.
So weit nichts neues. Das alles gibt es auch bei mir in der schwäbischen Provinz zu genüge.

Angela Merkel

Barack Obama hingegen erwähnt in der Rede zur Amtseinführung Schwule und Lesben und zwar mit schönen, herzergreifenden Sätzen. Das nenne ich Courage, er hätte das auch an weniger prominenter Stelle sagen können, aber er hat es gesagt, als ihm das ganze amerikanische Volk zuhörte.



Hier Obamas Redetext:
“Es ist nun die Aufgabe unserer Generation, das fortzuführen, was diese Pioniere begannen.

Unsere Reise ist nicht vollendet, bevor nicht unsere homosexuellen Brüder und Schwestern wie jeder andere auch von unseren Gesetzen behandelt werden.
Denn wenn wir alle wahrhaftig gleich erschaffen wurden, dann muss ganz sicher die Liebe mit der wir uns einem Mitmenschen zuwenden ebenso gleich behandelt werden
.”

Und was zeigt Merkel? Kuschen vor der evangelikalen Macht in der CDU?
Will sie sich das Stimmvieh für die Bundestagswahl gewogen machen? Oder könnte es sein, dass man als evangelische Pfarrerstochter bei diesem Thema nichts Intelligentes zustande bringt?



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