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Wie homophob darf ein evangelischer Dekan heute noch sein, Volker Teich?

Immer wieder erreichen einen in Schorndorf  erschütternde Geschichten über Diskriminierung von Schwulen und Lesben. So hörte man vom Fall einer lesbischen Angestellten im Dekanat Schorndorf, die so lange gemobbt wurde bis sie “freiwillig” ihre Arbeitsstelle aufgab.

Man hat den Eindruck, homophobe Hetze an der evangelischen Basis wird umso eifriger betrieben je mehr sich homophobe Hetzer von der Leitung des Dekanats gedeckt sehen.

Wer also steht an der Spitze im Kirchenbezirk Schorndorf?

Dekan von Schorndorf  ist Volker Teich, bekannt für seine Rolle als Sprecher der konservativen Gruppe im württembergischen Kirchenparlament. Sein  Lieblingsspruch zum Thema Homosexualität ist:

“Wir richten uns nicht nach dem Zeitgeist sondern nach der Bibel.”

Ich würde Herrn Teich gerne fragen, ob wir die Menschenrechte, die Gleichberechtigung der Frau und das Verbot Kinder zu schlagen, auch abschaffen sollten, auch davon steht nichts in der Bibel.

Natürlich rät Herr Teich Homosexuellen gerne sich psychologisch betreuen zu lassen, was bei Evangelikalen, Pietisten und homophoben Hasschristen ein Standard Argument ist. Homosexualität wird als defizitäre Lebensform gesehen, die “Veränderung” benötige, so Teichs Worte. Leider kann man mit diesen Argumenten schnell in zwielichtige Gesellschaft geraten, vom russischen Präsidenten Putin über rechtsradikale Familienschützer bis zu religiösen Sektierern, aber das scheint Volker Teich nicht zu stören.

Wir erinnern uns auch an die Podiumsdiskussion in Ludwigsburg unter Leitung von Frau Däubler Gmelin mit der ehemaligen Bischöfin aus Hamburg, Maria Jepsen, die unmissverständlich klar stellte:

“Die Diskriminierung von Homosexuellen findet immer noch statt.”

Herr Volker Teich war zu dieser Podiumsdiskussion auch eingeladen. Seine Reaktion auf Bischöfin Jepsens Statement? Er ging überhaupt nicht hin. Kurzfristige Absage wegen gewisser Irritationen.
Kritik aus den eigenen Reihen hört Herr Teich nicht gerne und die Fähigkeit zur Selbstkritik ist wenn man im Besitz der Wahrheit ist überflüssig.

Wer nach außen keine Diskussion zulässt, verhindert natürlich auch nach innen eine Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität.

Nur so ist die miefig repressive Atmosphäre im Kirchenbezirk Schorndorf  zu erklären. Man fühlt sich nicht wohl in einer Kirche, die von Hardlinern wie Volker Teich geleitet wird.

Kommentare

  1. nachdenklich und treu16. September 2014 um 14:16

    Volker Teich ist der Norbert Geis (früherer CSU Bundestagsabgeordneter) der ev. Kirche in Württemberg. Man schämt sich, dass solche Leute in der ev. Kirche überhaupt etwas zu sagen haben. Volker Teich sollte sich entschuldigen und zurücktreten. Nur so ist ein Neuanfang möglich.

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  2. Richtig, nur befürchte ich dass kirchliche Amtsträger nicht zurücktreten, sie sitzen Kritik einfach aus und wundern sich dann, dass ihnen ihre Schäflein aus der Kirche davonlaufen.
    Außerdem müsste Volker Teich so etwas wie ein Unrechtsbewußtsein besitzen, das wird aber bei solchen Leuten meist durch Scheinheiligkeit ersetzt.

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